Der Ukraine-Krieg läuft seit fast drei Jahren. Viele andere Länder fürchten sich weiter vor einer Ausdehnung und decken sich mit Verteidigungsgütern ein. Dem italienischen Unternehmen Leonardo kommt das zugute. Wer in den Rüstungskonzern investiert hat, profitiert ebenso.

Leonardo profitiert von der regen Nachfrage nach Rüstungsgütern infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und von Kostensenkungen. Der Umsatz sei im vergangenen Jahr um rund elf Prozent auf 17,8 Milliarden Euro gestiegen, teilte der italienische Konzern auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Der operative Gewinn (Ebita) legte um 12,9 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zu. Der Auftragseingang kletterte um 12 Prozent auf knapp 21 Milliarden Euro.

Der Konzern profitierte auch von einer allmählichen Linderung der Lieferkettenprobleme der vergangenen Jahre und der Beschleunigung eines Kostensenkungsprogramms. Das italienische Unternehmen übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Diese hatten in einem vom Unternehmen selbst zusammengestellten Konsens mit einem Umsatz von 16,8 Milliarden gerechnet.

Marktteilnehmer hatten jedoch offenbar mehr erwartet - die Leonardo-Aktien gaben am Nachmittag nach. Die Ergebnisse unterstrichen die Stärke Leonardos, versuchte indes Unternehmenschef Roberto Cingolani die Stimmung an der Börse einzufangen.

Leonardo hatte im vergangenen Jahr ein Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von Panzern mit Rheinmetall gegründet. Aufträge von über 20 Milliarden Euro durch die italienischen Streitkräfte stünden dabei ins Haus, hieß es damals. Langfristig und mit Folgeaufträgen könnten es sogar rund 50 Milliarden Euro werden.

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