Schon so einige Male geht Warren Buffett mit seiner Beteiligungsgesellschaft den richtigen Weg und steigert die Erträge kräftig. Jetzt fährt er - mal wieder - einen Rekordgewinn ein. Die Aufmerksamkeit nutzt er, um die US-Regierung zu rüffeln. Diese soll sich nicht von "Schurken" benutzen lassen.

Die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway des legendären Investors Warren Buffett hat das dritte Jahr in Folge einen Rekordgewinn erwirtschaftet. Der Betriebsgewinn sei 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent auf 47,44 Milliarden Dollar geklettert, teilte das Unternehmen mit. Ein Großteil davon stammt aus den Erträgen des enormen Barvermögens von Berkshire, das Ende 2024 einen Rekordwert von 334,2 Milliarden Dollar erreichte. Der inzwischen 94-jährige Buffett erklärte, Berkshire habe besser abgeschnitten als erwartet, obwohl 53 Prozent der 189 Geschäftsbereiche Gewinn-Rückgänge verzeichnet hätten.

Im vierten Quartal stieg der Betriebsgewinn um 71 Prozent auf 14,53 Milliarden Dollar, was vor allem auf Gewinne im Versicherungsgeschäft und auf Wechselkursänderungen zurückgeführt wurde. Der Nettogewinn im Gesamtjahr lag bei 89 Milliarden Dollar.

Darin sind auch Gewinne aus Investitionen in Unternehmen wie Apple und American Express enthalten. Zu Berkshires Beteiligungen gehören unter anderem auch die Eisenbahngesellschaft BNSF, Industrie- und Chemie-Unternehmen, ein großer Immobilienmakler und Einzelhandelsmarken wie Dairy Queen Eiscreme, Fruit of the Loom Unterwäsche und See's Süßigkeiten.

Buffett übertrifft S&P 500

Das Unternehmen kaufte im letzten Quartal keine Aktien zurück und nur 2,9 Milliarden US-Dollar im gesamten Jahr 2024, die niedrigste jährliche Summe seit 2018. Der anhaltende Mangel an Aktienrückkäufen spiegelt die Stärke der Berkshire-Aktie im Jahr 2024 wider, die um über 25 Prozent stieg und den S&P 500 übertraf.

Berkshire hat seit Mai 2024 keine Aktien mehr zurückgekauft. Berkshires Aktienrückkäufe erfolgen nach dem Ermessen von CEO Warren Buffett auf der Grundlage, wie günstig die Aktien im Vergleich zu seiner Einschätzung ihres inneren Wertes sind.

Buffett mahnte in seinem Aktionärsbrief zudem, der Kapitalismus habe Fehler und werde missbraucht - "in gewisser Hinsicht jetzt ungeheuerlicher als je zuvor". Das Fehlverhalten von "Schurken" sei in vollem Gange. "Kümmern Sie sich um die vielen Menschen, die ohne eigenes Verschulden die kürzeren Strohhalme im Leben ziehen. Sie verdienen etwas Besseres", schrieb Buffett an die Adresse der Regierung. "Und vergessen Sie nie, dass wir Sie brauchen, um eine stabile Währung aufrechtzuerhalten, und dieses Ergebnis erfordert sowohl Weisheit als auch Wachsamkeit von Ihrer Seite."

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